Der Maler

Pano ist ein autodidaktischer Künstler aus Griechenland, der heute in Hamburg lebt und arbeitet. Seine Praxis kreist um die Essenz des Menschen: Geschichten, Gesichter, Haltungen, Brüche. Sein erstes Porträt entstand auf einer selbst gebastelten Leinwand – Art Attack im Fernsehen, aber kein Bastelkleber im ländlichen Griechenland. Diese improvisierte Lösung markierte früh die Freiheit, die bis heute sein künstlerisches Fundament bildet.

Sein Werk umfasst figurative Porträts und abstrakt-figurative Malerei. Nach einem künstlerischen Neubeginn im Jahr 2022 entwickelte Pano eine visuelle Sprache, die rohe Emotion und präzise Struktur verbindet. Seine Porträts – inspiriert von Subkultur, individuellen Lebensentwürfen und mythologischen Erzählungen – begreifen Identität als vielschichtiges Spannungsfeld. Figuren wie Karl Lagerfeld oder Sid Vicious dienen ihm nicht als Ikonen, sondern als Beispiele für menschliche Extreme und kulturelle Archetypen.

Die abstrakteren Arbeiten untersuchen den Raum zwischen Figur, Empfindung und gesellschaftlichem Kontext. Sie wirken wie Verdichtungen: weniger Abbild, mehr Essenz.

© Elias Schön

Panos Kunst ist eng mit seinem Leben verwoben. Neben Ausstellungen und Projekten verbindete er zum Beispiel in „YogArt“ mit seiner Freundin, Malerei und Yoga zu einem experimentellen Erfahrungsraum. Gleichzeitig bleibt seine Herkunft präsent – persönlich wie kulturell –, nicht zuletzt durch die Arbeit seiner Familie auf dem Biohof Karababas, deren Erdigkeit und Rhythmus immer wieder in seine Themen zurückfließen.

Sein Ziel ist klar: Kunst als Forschungsfeld des Menschseins zu nutzen und Räume zu schaffen, die wirken, irritieren und berühren.

Er thematisiert Identität, Erinnerung und Wahrnehmung, und verbindet klassische Maltechniken mit einer modernen, emotional geladenen Bildsprache. Seine Arbeiten wurden in Hamburg, Norddeutschland und international gezeigt und positionieren ihn als progressive Stimme der zeitgenössischen figurativen Kunst.

Panos Werk lebt von persönlicher Reflexion, Interesse am menschlichen Innenleben und einem konstanten Dialog zwischen Tradition und Moderne. Es eröffnet Räume für Deutung, Konfrontation und Austausch – visuell wie inhaltlich.

Ein zentrales Motiv ist die Verbindung von Kontrasten: vom ländlichen Griechenland bis zur Großstadt Hamburg, vom maßgeschneiderten Business-Look bis zum Hardcore-Punk im Ohr. Gegensätze, die seine Perspektive prägen und sich in seinen Motiven spiegeln. In seinen Bildern verschmelzen Mythos und Subkultur, Strenge und Freiheit, Vergangenheit und Gegenwart zu einem stimmigen Ganzen.

Mit dieser Haltung etabliert sich Pano Schneck-Germanakos als Stimme einer figurativen Gegenwartskunst, die Tradition nicht konserviert, sondern weiterführt – und dabei einen eigenen, unverwechselbaren visuellen Kosmos schafft.

PRESSE & NEWS

DEKADE – Eine Retrospektive von Pano Schneck-Germanakos im historischen Palais der KulturTrif(f)t in Celle
Rückkehr nach Celle: Ausstellung “DEKADE” blickt auf zehn Jahre Kunstschaffen zurück
Add Art 2022
https://www.ksp.de/de/kultur

Freiraum für Kulturschaffende: Das versteckt sich in der Celler Schuhstraße 3
MELANGE
Ausstellung von Mike Dziambor und Pano Schneck-Germanakos